
Biogas aus Kaffeeschalen
Kaufmännisches Interim-Management für einen Großauftrag aus Indien
Ein junges Ingenieurbüro entwickelt Biogasanlagen zur zentralen und dezentralen Energieerzeugung. Als ein potenzieller Kunde eine erste große Anlage anfragt, ist die Freude riesig. Doch das Biogaskraftwerk ist für eine indische Kaffeeplantage gedacht. Wie soll so ein internationales Großprojekt geplant, strukturiert und vorangetrieben werden? Niels Schumann kommt ins Spiel.
Windparks, Solaranlagen und Biomassekraftwerke sind die Felder, auf denen das Ingenieurbüro zuhause ist. Im Jahr 2010 ist das Unternehmen noch am Anfang und entwickelt unter anderem Biogaskraftwerke jeder Größe. Fachlich hochkompetente Experten im technischen Bereich. Für den wachsenden Markt der nachhaltigen Energieerzeugung.
Eine Idee zur Marktreife bringen, ist die eine Sache. Solch ein Produkt dann weltweit zu verkaufen und beim Kunden zu errichten - eine andere Sache.
Als ein börsennotiertes Unternehmen aus Indien Interesse zeigt an einer großen Biogasanlage für eine Kaffeeplantage im so genannten „Kaffee-Gürtel“ in Süd-Indien ist den Ingenieuren klar: Sie brauchen vor Ort kaufmännische Unterstützung bei der Strukturierung, Finanzierung und Umsetzung des Projektes.
Niels Schumann beginnt als kaufmännischer Interim-Manager mit dem Projektmanagement und der Neuausrichtung der Vertriebsstrategie in Richtung Indien.
Schnell arbeitet er sich in den indischen Wirtschaftraum ein. Dort im südindischen Hochland soll mit der Anlage der Kölner Ingenieure aus Kaffeeschalen Biogas für Strom und Wärme erzeugt werden.
Damit die € 5 Millionen umfassende Kraftwerksprojektierung gelingt, braucht es fundierte strategische Planung, kaufmännische Expertise - und ein Verständnis für die kulturellen und wirtschaftlichen Besonderheiten Indiens.
Daneben gilt es, mit den jeweiligen Experten in Deutschland und in Indien, die rechtliche und vertragliche Ausgestaltung zu verhandeln, die Exportfinanzierung sicherzustellen, und die Organisation inklusive eines Zusammenarbeitsmodelles mit allen Projektbeteiligten zu erstellen.
Dazu gehören mehrere Reisen in die Region, bei der Niels Schumann auch die Kaffeeplantage besucht, auf der das Biogaskraftwerk errichtet werden soll. In persönlichen Gesprächen mit den Verantwortlichen vor Ort kann das Projekt schließlich konkretisiert werden. Die Vision einer integrierten Kreislaufwirtschaft aus Kaffeeanbau und Biogasproduktion nimmt Gestalt an.
Innerhalb eines Jahres wurde das Projekt soweit maßgeblich vorangetrieben, dass es realisierungsbereit war. Mitentscheidend für den Erfolg:
die fachliche Expertise und praktische Erfahrung mit dem Markteintritt in internationale Märkte, die interkulturelle Kompetenz und das wertschätzende Auftreten gegenüber den indischen Geschäftspartnern und Projektmitarbeitern. Der Ingenieurgesellschaft gelang es, einen Fuß in den indischen Markt zu setzen.