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Weiche Faktoren, harte Fakten

Governance und Compliance im internationalen Maßstab

Compliance für deutsche Unternehmen in internationalen Märkten zu regeln, verlangt ein feines Gespür für kulturelle Unterschiede und rechtliche Rahmenbedingungen. Es gilt, globale Usancen und Prinzipien mit Verständnis für die lokalen Wertvorstellungen zu verknüpfen. Für regelgerechte Corporate Governance, die sich in der Praxis bewährt. Was dazu gehört, zeigt Niels Schumann in zwei beispielhaften Projekten.

Compliance Management System für chinesisches Joint-Venture

 

Ein ausländischer OEM der Automobilbranche gründet ein Joint-Venture mit einem chinesischen Staatsunternehmen. Als Head of Compliance, Integrity und Risk Management wird Niels Schumann damit beauftragt, das Compliance Management System des Joint-Ventures aufzubauen und eine Integritätskultur einzuführen. Auch für die Corporate Governance des Joint-Ventures ist Niels Schumann mitverantwortlich.

 

Die große Herausforderung: Unterschiedliche Auffassungen über die Aufgaben und Kompetenzen von Compliance-Abteilungen in Deutschland und in China in Einklang zu bringen.
 

Diese Herausforderung erfordert, parallel eine Integritäts- und Fehlerkultur zu implementieren. Und das in einem hierarchischen geprägten beruflichen Kontext, in dem Missstände und Fehler kaum offen angesprochen werden.

Auch im Bereich der Corporate Governance und des Risikomanagements bestehen Unterschiede in Struktur, Zielsetzung und Umsetzung, die eine angepasste Herangehensweise erforderlich machen.
 

In unzähligen Terminen, rechtlichen Beratungen und in enger Abstimmung mit dem Heimatkonzern gelingt es Niels Schumann und seinem Team, alle Herausforderungen zu meistern. Bis hin zur Sicherstellung der Anforderungen seitens des deutschen Gesetzgebers aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes hinsichtlich Umwelt- und  Menschenrechtsthemen.

 

US-Monitorship eines DAX-Konzerns

 

Im Rahmen einer Vereinbarung mit der US-Regierung wurde ein „Monitorship“ zur Einführung eines Compliance- und Integritätsprogrammes in einem DAX-Konzern installiert. Dieser „Monitor“ machte im Laufe der folgenden Jahre strenge Vorgaben und überwachte engmaschig deren Umsetzung. Alle Auflagen der US-Behörden mussten innerhalb eines engen Zeitrahmens in Deutschland und weltweit in allen Marken- und Ländergesellschaften umgesetzt werden.

Für die Konzeption und Umsetzung des Programmes war Niels Schumann als Teil des Teams mitverantwortlich. Eine gigantische Aufgabe, musste schließlich ein konzernweites Change-Projekt durchgeführt werden und ein erheblicher Kulturwandel stattfinden. Und das unter großem Zeitdruck.

Die Veränderungen zogen sich durch alle Unternehmen und Beteiligungen und betrafen Strukturen, Prozesse, und Kultur.  Damit einher ging auch eine Sensibilisierung für die Bedeutung vermeintlich "weicher“ Faktoren wie Kultur, Werte, Integrität.

 

Das gesamte Projekt konnte im Rahmen der Vorgaben erfolgreich durchgeführt werden. Es gelang, alle Auflagen zu erfüllen und das Testat des US-Monitors zu erhalten. Die konzerninterne second line mit einem umfassenden Compliance Management System wurde gestärkt. Gleichzeitig entstand auch ein starkes Bewusstsein für Werte und integres Verhalten.

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